{"id":39,"date":"2022-02-03T15:39:53","date_gmt":"2022-02-03T15:39:53","guid":{"rendered":"https:\/\/sv-gladbeck.de\/wordpress\/?page_id=39"},"modified":"2022-02-17T10:29:05","modified_gmt":"2022-02-17T10:29:05","slug":"schuetzenbrauchtum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sv-gladbeck.de\/wordpress\/index.php\/schuetzenbrauchtum\/","title":{"rendered":"Sch\u00fctzenbrauchtum"},"content":{"rendered":"\n<p>Als \u00e4ltester Verein der Stadt Gladbeck feiern wir in diesem Jahr unseren 370. Geburtstag und wir sind stolz, im Herzen unserer Stadt diese besondere Tradition leben zu d\u00fcrfen. Ein herzliches Dankesch\u00f6n richte ich daher insbesondere an unsere B\u00fcrgermeisterin Frau Bettina Weist und die Stadt Gladbeck mit Ihren Mitarbeitern,<br>die uns die Ausrichtung des Festes an dieser Stelle wieder erm\u00f6glicht haben. Ebenfalls bedanke ich mich nochmals herzlich bei unserem Sch\u00fctzenbruder und B\u00fcrgermeister a.D., Herrn Ulrich Roland, der uns bei all unseren Sch\u00fctzenfesten in der Vergangenheit unterst\u00fctzt und begleitet hat. In den vergangenen f\u00fcnf Jahren durften wir eine \u00e4u\u00dferst positive Entwicklung in unserem Verein verzeichnen. Der Wunsch, nicht nur der Sch\u00fctzen, sondern auch der B\u00fcrger der Stadt Gladbeck, Traditionen zu pflegen und zu feiern, hat uns veranlasst die Sch\u00fctzenfeste nun in einem 3 Jahres Rhythmus zu planen. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Vereins- und Sportst\u00e4tte tr\u00e4gt auch hier insbesondere dazu bei, dass sich unsere Mitglieder regelm\u00e4\u00dfig, sowohl traditionell, als auch sportlich treffen und unser Vereinsleben zu f\u00fcllen. So konnten wir die Schie\u00dfsportanlage auf eine moderne digitale Schie\u00dfanlage umr\u00fcsten und dar\u00fcber hinaus im vergangenen und in diesem Jahr im Rahmen des F\u00f6rderprogramms \u201eModerne Sportst\u00e4tten\u201c die gesamte Vereinsst\u00e4tte energetisch und technisch modernisieren. Allen Helfern, dem gesamten Vorstand und dem Festausschuss gilt an dieser Stelle mein besonderer Dank f\u00fcr die hervorragende Vorbereitung dieses Festes! <\/p>\n\n\n\n<p>Ich freue mich schon heute mit Euch beim Einzug in das Festzelt zu singen\u2026<br><br>\u201eEs gibt nur ein Gladbeck-Mitte!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gut Schuss<br>Stephan Ostendorf<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"chronik-des-schutzenvereines-gladbeck-mitte-1652-e-v\">Chronik des Sch\u00fctzenvereines Gladbeck-Mitte 1652 e.V.<\/h2>\n\n\n\n<p>Zum 16. Mal nach dem 2. Weltkrieg<br>ru\u0308stete der \u00e4lteste Verein im Vest Recklinghausen zu einem Schu\u0308tzenfest. In der Festzeitschrift zum \u201e300j\u00e4hrigen\u201c des Schutzenvereins Gladbeck-Mitte im \u0308<br>Juni 1953 hat der Protektor dieses Schu\u0308tzenfestes, Herr Oberstudiendirektor i. R. Dr. Ludwig Bette, eine Chronik des Vereins ver\u00f6ffentlicht. Die wichtigsten und fu\u0308r die Geschichte unseres Vereins bedeutendsten Ausfu\u0308hrungen des bekannten Gladbecker Heimatforschers sollen daher auszugsweise wiedergegeben werden. \u00dcber das Bestehen einer Schu\u0308tzengilde in Gladbeck unterrichtet uns zuerst die altehrwu\u0308rdige ku\u0308nstlerisch wertvolle Schu\u0308tzenkette aus dem Jahre 1652. Ob sie erst in dem vorgenannten Jahre gegru\u0308ndet worden ist oder ob sie noch weiter in die Vergangenheit zuru\u0308ckreicht, l\u00e4sst sich nicht sagen, da weitere Nachrichten fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Landgemeinden des Vestes werden sich erst in und nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriege Schutzengilden gebildet \u0308 haben, nachdem sich w\u00e4hrend der langen, schweren Heimsuchungen ihre Notwendigkeit als unbestreitbar erwie\u0002sen hatte. Fu\u0308r Gladbeck steht aber als sicher fest, dass 1652 eine Schu\u0308tzengilde mit St. Lambertus als Patron bestanden hat. Eine zweite wichtige \u00dcberlieferung stammt aus dem Jahre 1765: An der alten K\u00f6nigskette von 1652 h\u00e4ngen zwei wohlgeformte, kartuschen\u00e4hnliche, gleich gro\u00dfe Gedenkmu\u0308nzen mit der Aufschrift: Johannes Berndadus V\u00f6ing Amtsfu\u0308hrer, fieri fecit 1765. V\u00f6ing hat also beim Schu\u0308tzenfest des Jahres 1765 das K\u00f6nigsamt bekleidet.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Sch\u00fctzenfest vom Jahre 1765 \u0308 schweigen die Quellen wieder fu\u0308r lange Zeit. Man darf annehmen, dass in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts, die<br>reich angefu\u0308llt war mit Kriegen, Hungersn\u00f6ten und anderen Beschwernissen, die Schu\u0308tzenfeste h\u00e4ufig, vielleicht mehrere Jahre hindurch, ausgefallen sind. Bei dem Schu\u0308tzenfest im Jahre 1805 tat den K\u00f6nigsschuss der H\u00f6fner Johann Theodor Nessel gen. Wehling vom Hofe Wehling in Gladbeck-Ellinghorst. Im Jahre 1815 kam das Vest Recklinghausen an das K\u00f6nigreich Preu\u00dfen. Eine Zeit l\u00e4ngeren Friedens brach an und die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse begannen sich allm\u00e4hlich zu bessern. Infolge dessen lebte auch das Schu\u0308tzenwesen wieder auf, und in vielen Orten der engeren Heimat treten Schu\u0308tzenvereine ins Leben. Nach zuverl\u00e4ssigen mu\u0308ndlichen Angaben \u00e4lterer, jetzt verstorbener Mitburger, haben in Gladbeck 1836 und \u0308 1840 Schu\u0308tzenfeste stattgefunden. 1845 wurde ebenfalls dem neuen Schu\u0308tzenk\u00f6nig, dessen Name im Protokollbuch nicht genannt wird, die u\u0308bliche Pr\u00e4mie von 5 Talern vom Gemeinderat bewilligt. W\u00e4hrend der Hungerjahre 1846\/47, der Revolutionsjahre 1848\/49 und in den anschlie\u00dfenden Jahren scheinen die Schu\u0308tzenfeste ausgefallen zu sein. Auch in den Fu\u0308nfziger Jahren scheint kein allgemeines Schu\u0308tzenfest zustande gekommen zu sein. Jedenfalls entschloss sich der Junggesellenverein im Jahre 1858, ein eigenes Schu\u0308tzenfest zu veranstalten. K\u00f6nig wurde der Wegearbeiter Johann Du\u0308sing, sp\u00e4ter Polizist in Horst. Ein allgemeines Schutzenfest kam, soweit sich \u0308 nach schriftlichen und mu\u0308ndlichen Quellen feststellen l\u00e4sst, erst im Jahre 1865 wieder zustande. <\/p>\n\n\n\n<p>19 Jahre gingen dahin, bis im Mai 1884 ein kleiner Kreis von Bu\u0308rgern im Gasthaus Franz-Schulte-Rebbelmund, gen. van Ahlen, am Kirchplatz zusammen kam und die Veranstaltung eines allgemeinen Schu\u0308tzenfestes beschloss. Nach zehnj\u00e4hriger Pause erlebte Gladbeck vom 15. &#8211; 17. September 1884 wieder ein gro\u00dfes Schu\u0308tzenfest. Die K\u00f6nigswu\u0308rde errang der Bauunternehmer Carl Braunsteiner, der sich Agnes Rebbelmund als K\u00f6nigin erkor. Acht Jahre sp\u00e4ter (1902) beging Gladbeck das n\u00e4chste Schu\u0308tzenfest, bei dem Heinrich Vaerst den K\u00f6nigsschuss tat. K\u00f6nigin wurde Frau Bergermann. 34 Jahre flossen dahin, ehe in Gladbeck wieder ein allgemeines Schutzenfest gefeiert wurde. W\u00e4hrend dieser Zeit entstanden aber in den Au\u00dfenbezirken, den Bauernschaften, eigene Gilden, die sich vorzuglich entwickelten und erfolgreiche Arbeit leisteten. 1898 wurde der Schutzenverein Rentfort gegrundet; ihm folgte am 1. Juli 1912 der Bu\u0308rgerschutzenverein \u201eHubertus\u201c Zweckel, am \u030815. Oktober 1930 der Bu\u0308rgerschu\u0308tzenverein \u201eWilhelm Tell\u201c in Butendorf. Die vier Gilden schlossen sich 1929 zu einer Interessengemeinschaft zusammen, die fruchtbare Arbeit geleistet hat. Das blu\u0308hende Leben und das wertvolle Wirken der Schu\u0308tzenvereine in den Au\u00dfenbezirken lie\u00dfen um die Wende des Jahres 1935\/36 in Gladbeck-Mitte den Wunsch laut werden, in Anknupfung an die vor 34 Jahren abgerissene Alt-Gladbecker Schu\u0308tzentradition wieder eine Schu\u0308tzengesellschaft ins Leben zu rufen<br>und durch ein gro\u00dfes, allgemeines Volksfest auf- und auszubauen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das viert\u00e4gige Fest im Jahre 1936 war ein leuchtendes Beispiel starker Volksverbundenheit, ein beglu\u0308ckendes Bekenntnis zu urwu\u0308chsigem Brauchtum, zu tiefer Heimat- und Vaterlandsliebe. Am Nachmittag hatte ein heiteres Kinderschu\u0308tzenfest den S\u00f6hnen und T\u00f6chtern der Mitglieder und den Waisenkindern beider Konfessionen herzliche<br>Freude bereitet. Nach dem Zusammenbruch unseres Volkes und Vaterlandes im Mai 1945 mit all seiner Verwirrung gingen vier Jahre dahin, ohne dass man an eine Wiederbelebung der Schu\u0308tzengilde dachte und ihre Neubildung versuchte. Zun\u00e4chst gab es wichtigere und notwendigere Aufgaben zu meistern. Und doch hielt man es fu\u0308r wu\u0308nschenswert, ja n\u00f6tig, auch jene Kr\u00e4fte und Hilfen wieder zu mobilisieren und einzusetzen, die schon seit Jahrhunderten um die soziale und nationale Gesundung, die sittliche Kr\u00e4ftigung und wirtschaftliche Schaffensfreude aller Volksschichten sich ernstlich und verdienstvoll bemu\u0308ht hatten: die Schu\u0308tzenvereine. Anfang Januar 1949 lud Major Wilhelm Bette bekannte und arbeitsfreudige Ka\u0002meraden zu einer Vorbesprechung im Gasthof van Suntum ein. Dort beschloss man einmutig und begeistert, baldm\u00f6glichst die n\u00f6tigen Vorbereitungen zum Wiederaufbau des Schu\u0308tzenvereins Gladbeck-Mitte aufzunehmen. Dasselbe geschah in einer Sitzung der Interessengemeinschaft unter Leitung des Generals Heinrich Jockenh\u00f6fer am 5. Juli 1949. Schon am 24. Juli wurde die Neugru\u0308ndung der 4. Kompanie durchgefu\u0308hrt; bald folgten auch die anderen Kompanien.<\/p>\n\n\n\n<p>In den anschlie\u00dfenden Monaten wurden die Auf- und Ausbauarbeiten kr\u00e4ftig weitergetrieben. Von besonderer organisatorischer Bedeutung war die von W. Bette geleitete Versammlung der Vorst\u00e4nde der einzelnen Kompa\u0002nien am 19. Februar 1952. Dort wurden die Mitglieder des Hauptvorstandes ge\u0002w\u00e4hlt; 1. Vorsitzender Wilhelm Braunsteiner, 2. Vorsitzender Dr. Hermann Ku\u0308ster, Regimentsadjutant Wilhelm Bette, 1. Gesch\u00e4ftsfu\u0308hrer Heinrich Schwarte, 2. Heinz Kirschbaum, 3. Josef Zurhausen, 4. Eugen Frinken, 5. Heinz Hagemann. 1. Kassierer wurde Bernhard Rebbelmund, 2. Wilhelm Ru\u0308berg. Fu\u0308r die Offizierskasse wurde gew\u00e4hlt: Karl van Suntum als 1., Bernhard Tenbrink als 2., Anton Borghoff als 3. Kassierer. Dem Hauptvorstand geh\u00f6rten auch die Hauptleute der einzelnen Kompanien an.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 17. Oktober 1952 beschloss der Vorstand des Schu\u0308tzenvereins Gladbeck-Mitte die Feier des 300-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums vom 27. bis 30. Juni 1953 gro\u00dfzu\u0308gig zu begehen. Im Anfang des Jahres 1953 wurden einige \u00c4nderungen im Vorstand und im Stab des Vereins n\u00f6tig. Nach dem Tod seiner Gattin, am Februar 1953, sah sich Oberst Braunsteiner veranlasst, sein Amt als Vorsitzender niederzulegen. Er wurde wegen seiner gro\u00dfen Verdienste um das Schu\u0308tzenwesen seiner Vaterstadt zum Ehrenoberst ernannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als \u00e4ltester Verein der Stadt Gladbeck feiern wir in diesem Jahr unseren 370. 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